Institut für Hämatopathologie Hamburg

HPH MRD Personalisierte Krebsdiagnose mit ultra-hoher Sensitivität

HPH MRD ist ein wahrhaft personalisierter Krebsdiagnosetest, der Whole Genome Sequencing nutzt, um das Testdesign und den Herstellungsprozess zu informieren und einen ultra-hochsensitiven Test für jeden Patienten bereitzustellen.

HPH MRD wird in Deutschland durchgeführt und Proben sowie Daten bleiben lokal.

HPH MRD basiert auf der Technologie von Haystack MRD® von Quest Diagnostics®.

Weiterführende Informationen: Klinische Evidenz · Tumor-informiert vs. tumor-agnostisch

MRD-Testübersicht

MRD Testing Overview

Whole Genome Sequencing Technologie

HPH MRD nutzt die Whole Genome Sequencing (WGS) Technologie, um tumor-spezifische Mutationen zu identifizieren.

Der Test ist für jeden Patienten basierend auf dem einzigartigen genetischen Profil seines Tumors personalisiert, was eine hochsensible Detektion von ctDNA in Blutproben ermöglicht.

Whole Genome Sequencing Technology

Ultra-hohe Sensitivitätsgrenzen

Ultra-High Sensitivity Detection Limits

Zirkulierendes Tumor-DNA (ctDNA) wird aus einer Blutentnahme extrahiert, die zellfreie DNA neben vielen anderen biologischen Molekülen enthält.

Die Hauptkomponente der zellfreien DNA ist normale oder gesunde DNA, und nur ein Bruchteil innerhalb dieser DNA stammt aus dem Tumor.

HPH MRD kann winzige Mengen von Tumor-DNA in einem Hintergrund normaler DNA identifizieren und ist somit ultra-sensitiv.

Die Grenze der Detektion wurde auf unter 1 ppm (parts-per million) bestimmt, was bedeutet, dass HPH MRD ein Tumormolekül in einer Million normaler DNA-Moleküle identifizieren kann.

Diese niedrige Grenze der Detektion bedeutet eine ultra-hohe Sensitivität, um die kleinste Anzahl von Tumorzellen in Ihrem Körper zu erkennen.

Basislinie und Überwachungsworkflow

Baseline and Monitoring Workflow

HPH MRD beginnt mit der Herstellung eines personalisierten Tests basierend auf dem genetischen Fingerabdruck Ihres Tumors.

Um den genetischen Fingerabdruck zu erhalten, benötigen wir eine kleine Menge Tumorgewebe, entweder vom resezierten Tumor oder von einer Biopsie, sowie eine Blutprobe in einem speziellen Testbehälter (Streck-Röhrchen).

Wir werden die DNA beider Proben analysieren und die genetischen Veränderungen identifizieren, die spezifisch für Ihren Tumor sind, und einen Test entwerfen, der diese genetischen Veränderungen messen kann.

Dies führt zum HPH MRD Basislinienbericht.

Folgetests erfordern nur eine Blutprobe, die mit dem personalisierten Test analysiert wird.

Die Ergebnisse werden im HPH MRD Überwachungsbericht verfügbar sein.

Klinische Anwendungsfallindikationen

Clinical Use Case Indications

ctDNA ist ein leistungsstarker Biomarker und kann gemessen werden, um die Wirksamkeit der Behandlung zu mehreren Zeitpunkten im Verlauf eines Patienten zu bewerten.

Neoadjuvante Behandlung

Überwachen Sie die Wirksamkeit der Behandlung und informieren Sie die Entscheidung für die nächsten Schritte.

Überwachung

Gibt Ihnen Vertrauen in Ihre aktuelle Situation. Eine einfache Blutentnahme bei Ihrem Hausarzt ist ausreichend, um ein neues Ergebnis zu erhalten.

Adjuvante Behandlung

Unterstützt die Entscheidung, ob eine adjuvante Behandlung erforderlich ist. Nicht jeder Patient profitiert von Chemotherapie oder Strahlentherapie. Die Behandlung mit einem Immun-Checkpoint-Inhibitor kann langwierig sein, und Sie möchten möglicherweise wissen, ob Krebs noch nachgewiesen werden kann.

Probenverarbeitungsworkflow

Sample Processing Workflow

HPH MRD erfordert sowohl eine Tumorgewebeprobe als auch Blutproben.

Die Tumorgewebeprobe wird verwendet, um das patientenspezifische Mutationsprofil zu erstellen, während Blutproben für die laufende MRD-Überwachung verwendet werden.

Welche Krebsarten können nachgewiesen werden?

HPH MRD erkennt zirkulierendes Tumor-DNA (ctDNA) aus einer peripheren venösen Blutentnahme und ist nicht spezifisch für eine Krebsart.

Der Test kann auf fast jeden soliden Tumor angewendet werden, solange er DNA in den Blutkreislauf abgibt.

Das Konzept der ctDNA-Detektion wurde für viele Krebsarten nachgewiesen, wie z.B. kolorektalen, Lungen-, Brust-, Speiseröhren-, Melanom-, Pankreas-, Blasenkrebs und andere Krebsarten.